Hintergrundgeschichten

Ni: die Kämpferin

 Ni, eine sehr sympathische Frau, aber sie hatte keine pflegerische Erfahrung. Ganz schnell erkannte ich, dass die Anstellung von Ni ein absolutes Glück war.

Fotos Copyright: @ Ann Amann

11. Oktober 2022, 11:39 Uhr

Autorin: Ann Amann

Nachdem Phasai ein paar Monate bei uns war, wurde es, immer klarer, dass Martin mehr Hilfe bzw. Betreuung benötigte. So ist Jeely zu uns gekommen. Sie hatte nicht nur viel pflegerische Erfahrung, sondern ist auch ein Organisationstalent, kennt alle «pay one and get two» Angebote in Thailand und stellte so sicher, dass wir im Budget blieben. Leider musste uns Jeely bald aus familiären Gründen verlassen und wir suchten Ersatz.

Wir hatten viele Bewerbungen und schlussendlich haben Martin und sein Team sich für Ni entschieden. Ni, eine sehr sympathische Frau, aber sie hatte keine pflegerische Erfahrung. Sie war im nationalen Taekwondo Team und unterrichtete Kinder in Taekwondo.  Die Pflege bzw. Betreuung von Martin, war eine ganz andere Welt und ich war mir anfänglich nicht ganz sicher, ob sie dieser Aufgabe gewachsen war. Ganz schnell erkannte ich, dass die Anstellung von Ni ein absolutes Glück war. Sie war die perfekte Ergänzung zu Chaa und Phasai in der Betreuung von Martin. Die drei hatten, neben ihren täglichen Pflichten, zusammen mit Martin viel Spass. Und alle drei waren immer bereit für Martin eine «extra Meile» zu gehen. Ihr Hauptziel war es Martin zum Lachen zu bringen und das taten sie erfolgreich.

Auch Nis Mann, Pooh und ihre erwachsene Tochter, Mars kamen regelmässig vorbei für Spielabende oder gemeinsame Ausflüge und so wurde unsere kleine Chiang Mai Familie immer grösser. Martin war nie allein, die Liebe seiner kleinen Chiang Mai Familie hat ihn getragen.

Ni und ihre Familie brachten natürlich auch Taekwondo in Martins Leben. Er liebte es mit ihr, ihrem Mann oder Ihrer Tochter zu trainieren und wollte so gut es ging alles, was möglich war ausprobieren.

In Nächten, in denen Martin nicht schlafen konnte, war es Ni, die sich auf sein Bett setzte und mit ihm meditierte, bis er zur Ruhe kam und Schlaf fand.